Die Scherengitter waren fertig. Jetzt konnte ich sie das erste mal als „ganzes“ aufstellen.

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Ich bin in der glĂŒcklichen Lage einen riesigen Kellerraum mit 2,3 m Deckenhöhe zu besitzen.
Die Jurte mit 4,2 m Durchmesser hat lt. Anleitung die gleiche Höhe. Die 4,9 m Jurte hĂ€tte also mit 2,4 m Höhe ohnehin nicht in den Keller gepasst. Das hatte ich nicht bedacht. Es war also nicht tragisch, das ich Anfangs zu wenig Latten fĂŒr die ganz große hatte. Um so mehr freute ich mich, das ich die komplette Jurte – unabhĂ€ngig vom Wetter – im Keller aufbauen konnte. Besser noch – die Krone die ich noch anfertigen mußte – konnte ich mit einer StĂŒtze direkt unter die Kellerdecke klemmen und dann völlig entspannt das Schnitzen der Dachsparren in Angriff nehmen.

Ich habe also die einzelnen Scherengitter ineinander gehakt und mit Hanfseil zusammen gebunden.
Doch wenn ich die Gitter versucht habe in Kreisform zu ziehen, sahen die Verbindungsstellen aus wie „Sollbruchstellen“. Es war auch nicht gleichmĂ€ĂŸig rund – da war also was falsch!
Ich habe daher youtube durchforstet und tatsÀchlich eine Filmszene gefunden in der ein Mongole gerade die Scherengitter zusammensteckt und verknotet. Das sah super easy aus und ging ratz fatz.

Und nach dem ich mir mehrfach die Filmszene angeschaut habe, habe ich meinen Fehler entdeckt.
Obwohl – mein Fehler war es eigentlich nicht, sondern ein Fehler in der Bauanleitung!!!
Die kĂŒrzeren Latten am Ende eines Scherengitters werden anders abgeschnitten als in der Bauanleitung beschrieben.
Die Gitter verharken sich dann „tiefer“ ineinander.

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Das Problem war mit einer SĂ€ge in einer halben Stunde gelöst (das suchen der Filmszene hat viel lĂ€nger gedauert) –
Zusammenstecken – und siehe da – 1a
Das ganze hÀlt perfekt und wird eine richtige Einheit. Das Seil dient eigentlich nur noch der Sicherung.

Doch bevor ich mit der Krone beginnen konnte, benötigte ich noch eine TĂŒr.

Und wie ich die gebaut habe erzÀhle ich euch im nÀchsten Beitrag.