…ist vor├╝ber.
Wir h├Ątten die Aktion auch im November oder Februar machen k├Ânnen.
Es war saukalt und immer wieder goss es in Str├Âmen – kurz gesagt: Wir hatten Schei├čwetter.
Nachts 7┬░, Tags 13-16┬░ – und das Mitte August.
H├Ątten wir doch mal vorher in den 100-j├Ąhrigen Kalender geschaut.

„Das SaturnJahr ist kalt und feucht, obwohl es auch ziemlich trockene Perioden gibt. Dennoch fallen gro├če Regenmengen – besonders im August und den Herbst ├╝ber, so dass insgesamt eine kalte und ungeschlachte Witterung vorherrscht.“ Quelle: http://kalender.rohrmann.com/cms/SaturnJahr
Unser Nachbar hat diesen August 181 Liter Niederschlag gemessen!

Aus meiner urspr├╝nglichen Vorstellung a la „Ferien auf Saltkrokan“ wurde nichts.
Mir pers├Ânlich ging’s eher so…
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Die letzten Wochen waren sehr kr├Ąftezehrend und entsprechend ersch├Âpft war ich schon zu Beginn. Hinzu kam die Frustration, dass die Plattform nicht fertig und die Jurte nicht aufgebaut war. ├ťberhaupt war ich mit den Vorbereitungen in Verzug.
Dass Sabine und Ilona die Vorbereitungen rund um K├╝che und Essen ├╝bernommen haben, hat Andrea (letztlich auch mich, denn sonst h├Ątte ich dies irgendwie tun m├╝ssen) sehr entlastet, denn auch sie war die letzten Wochen in permanenter Anspannung.

Dennoch haben wir bei str├Âmendem Regen begonnen.
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Insgesamt waren wir sechs Erwachsene und drei Kinder.
Das Zelten viel ins Wasser – oder anders herum – es viel soviel Wasser, dass nix war mit Zelten!
Die Wohnmobilfraktion hat zwar tapfer durchgehalten, aber 10┬░ w├Ąrmer h├Ątte auch nicht geschadet.
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Der Rest der Belegschaft hat im Haus geschlafen.
Und so ging es los.
Trotz des schlechten Wetters war die Stimmung gut. Wir haben viel gearbeitet. Meines erachtens zuviel.
Und dennoch wurden wir bei weitem nicht fertig. Unsere „low cost“ Aktionen haben den Nachteil, dass sehr viel Handarbeit notwendig ist. Fertig ges├Ągte Balken sind schnell verarbeitet. Aber wenn die abgestorbene Eiche – die denn mal ein Pfosten werden soll – noch im Wald steht, sieht das schon anders aus.
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Das gilt auch f├╝r das Mauern mit Bruchstein – jeden Stein hat man mindestens 5x in der Hand…
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Unsere 3 Frauen – Sabine macht gerade das Bild – haben den ganzen Tag f├╝r die Feuerstelle ben├Âtigt…

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…aber es sieht supertoll aus…

Eine neue – positive – Erfahrung f├╝r mich war, ich war mal nicht Bob Baumeister. Sondern er…

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Bob nach der Ofeninspektion

Ich mu├čte mich nicht darum k├╝mmern, wie was gemacht wird. Alle haben sich brav an Thomas gehalten. Und Thomas steht Bob in nix nach!!!
Mein Job war eher der von Buddel-, Mixi und co. – also die Nebenarbeiten. Damit war ich vollends ausgelastet.

So sind Freitag und Samstag vergangen und beim Sonntagsfr├╝hst├╝ck meinte Bob Thomas:“Heute soll’s nicht regnen. Wollen wir nicht schnell die Jurte aufbauen?“. Und alle im Chor:“Ja…“, und ich: „├ähhm…die Plattform…?“.

Bis ich an diesem Tag das erste mal unten am Podest war, waren die Bretter schon vernagelt.
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Letztlich ging dann alles ganz schnell – zu schnell f├╝r mein Gef├╝hl.
Nach Monaten der Arbeit hat die Jurte dann – pop – in einer Stunde gestanden.
Ich konnte mich Anfangs gar nicht freuen und war – eigentlich grundlos – nur am knottern…
Offensichtlich habe ich mich beim Durchmesser der Plattform vermessen. Die Jurte besitzt nun eine Wandh├Âhe von 1,6 m und nicht wie im Keller 1,52m. Dadurch ist das Dach auch etwas steiler. Eine T├╝rdachstange passt nicht mehr und ist komischerweise zu kurz!?

Und dann hat Thomas mir w├Ąrmstens empfohlen das Holz mit Lein├Âl einzulassen, und – pop – standen auf einmal zwei Dosen Lein├Âl nebst Terpentin vor mir. Die Jurte haben wir dann w├Ąhrend unseres Zeltlagers gar nicht genutzt und das Lein├Âl konnte in Ruhe trocknen.

Mittlerweile freue ich mich sehr das die Jurte steht. Die Eingangstreppe ist auch fertig und ich habe nur noch ein paar kleine Optimierungen vor. Geschlafen habe ich noch nicht darin. Bisher hat es sich f├╝r mich noch nicht richtig angef├╝hlt. Wahrscheinlich werde ich das Einweihungsritual abwarten, das mein Freund Dirk Ende September durchf├╝hren wird.
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An dieser Stelle nochmal Danke an alle. Ohne Eure Hilfe w├╝rde die Jurte heute noch nicht stehen.

Es ist schon erstaunlich was eine so kleine Gruppe in so kurzer Zeit hin bekommt. Fritz hatte mit Sabine den Ofen gereinigt, alle beweglichen Teile g├Ąngig gemacht und die Herdplatte – die ich beim Transport kaputt gemacht habe – war auch schon geschwei├čt.

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Tja, und dann mu├čte das gute St├╝ck nach unten. Es hat sich schnell herausgestellt –> zu schwer zum Tragen.
Daher haben wir einen Holzschlitten unter den Ofen gebaut und – like an egyptian – den Ofen an den Aufstellort gezogen.

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Ilona und Fritz haben Ihre S├Âhne angerufen und konnten somit weitere manpower aktivieren. Und, ├╝berraschenderweise ging der Transport dieses Unget├╝ms relativ einfach. Nur f├╝r das letzte St├╝ck mu├čten wir Bretter unterlegen.

Mitte der Woche haben wir einen Tag pausiert und dies nutze ich f├╝r einen break…

LG Jurtenkurt