Nun, seit meinem letzten Beitrag vom M├Ąrz ist wieder viel Zeit vergangen und entsprechend viel ist passiert – entsprechend wenig habe ich mich dem Blog gewidmet.

Mit Beginn des Fr├╝hjahres ging es eigentlich sofort los. Bodenarbeiten waren angesagt! Abwasser-, Strom- und Wasserleitung mu├čten verlegt werden. Rund 30 m oneway. Wasser und Abwasser haben verschiedene Wege – das ganze also 2x = 60 m.
Au├čerdem waren in der K├╝che noch viele Arbeiten zu erledigen.

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Wie immer habe ich vergessen Bilder zu machen. @Sabine: Hast Du Bilder?

Der Anschlu├č der Versorgungsleitungen f├╝r die K├╝che war ein echter Quantensprung. Da die K├╝chenzeile noch keine Arbeitsplatte hatte und Wasser- zwar verlegt aber nicht angeschlossen war, habe ich hurtig neben der K├╝che eine kleine Wasserentnahmestelle gebaut.

IMG_20150522_092143Der „Wasserhahn“ besteht aus einem Eckventil mit Eigenbaueichenknauf und Weichkupferrohr, welches ich von hinten in einen gesch├Ąlten Eichenast eingelassen habe. Das „Waschbecken“ lag bei uns so rum. Um den Stein die 30 m an Ort und Stelle zu schaffen habe ich einen halben Tag mit Hebeln, Rollen und Flaschenzug jongliert. Das gute St├╝ck ist aus Granit und wiegt vermutlich 4-500 kg. Ein Bagger h├Ątte 10 min. gebraucht – aber ich mache gerne Physikunterricht im Freien. Es dauert zwar lange, doch es kostet nix, ich kann es meist alleine machen und richte dabei kaum Flurschaden an, denn nach dem Besuch von einem Bagger sieht der Garten meist ver├Ąndert aus.

Wie sich w├Ąhrend der Arbeitswoche herausstellte war die Nutzung von Toilette und Dusche im Keller ein no go.  Andrea hatte im letzten Jahr zwar schon die Bretter f├╝r das Au├čenklo vorbereitet, zum Aufbau kam es jedoch nicht. Also wurde dies im Fr├╝hjahr nachgeholt.

Um eine bessere Plumpsklooptik zu erzielen wurde der Sp├╝lkasten auf die R├╝ckseite des H├Ąuschens montiert. Durch ein paar kleine ├änderungen an der Mechanik, hat der Nutzer nun die M├Âglichkeit durch ziehen einer Reissleine, die nichtresorbierbaren Inhaltsstoffe seiner Nahrung in die Kl├Ąranlage zu bef├Ârdern.

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„Und ich sage euch, wahrlich, es ist herrlich bei Sonnenschein mit offener T├╝r auf dem Pott zu hocken, V├Âgel und Insekten zu beobachten und in die Ferne zu Blicken…“ (Jurtenkurt 5/Kap. 23)

Der Boden besteht aus kurzen Holzst├Ąmmen, die mit Gehwegplatten eingefa├čt sind. So konnte ich ohne Betonfundament die Keramik fest im Boden verschrauben, damit K├Ânig oder K├Ânigin nicht vom Thron kippen.

Die Hygieneanforderungen zivilisierter Menschen erfordern auch im hintersten Odenwald den Einsatz zeitgem├Ą├čer Technologie. Und so habe ich anschlie├čend flux noch ein Handwaschbecken installiert.

IMG_20150522_091813Im Laufe der Zeit gab es dann noch den einen oder anderen Arbeitseinsatz. Ich habe den ├ťberblick verloren. Und wie immer gibt`s keine Fotos. Doch die K├╝che war jetzt eigentlich  fertig.

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Noch schnell vor dem Fest ein paar Vorh├Ąngelchen gen├Ąht…

O.k. ein paar Bodenplatten m├╝ssen noch verlegt werden, ├Ąhh und die Verkleidung f├╝r den Vorratsschrank fehlt auch noch, ┬┤ne Sitzbank war angedacht, Regale… Wie gesagt, die K├╝che war fertig, die Jurte stand auch und so haben wir am 1. August das Einweihungsfest von Jurte, K├╝che und Klo gefeiert.

Aber hier├╝ber schreibe ich einen separaten Beitrag – und daf├╝r mu├č ich erstmal von unseren G├Ąsten die Bilder einsammeln ­čśë

Bis dahin

LG Jurtenkurt