ich habe lange ĂŒberlegt, ob ich als analog geborenes Kind mich in die digitale Welt der Blogger begeben soll.
Noch fÀllt mir der Umgang mit WordPress etwas schwer, dennoch möchte ich euch teihaben lassen am Bau meiner monogolischen Jurte, die man auch Ger nennt.

Eigentlich habe ich keine Ahnung von Jurten!
Gesehen habe ich bisher nur einmal eine – das war in Sieben Linden – und dass ich selbst einmal eine bauen werde, habe ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht so wirklich geglaubt. Fasziniert hat sie mich aber schon.

Meine Frau hat mir dann das Buch „Yurts – living in the round“ geschenkt. Ich war so Feuer und Flamme, dass ich beschlossen hatte, ich reiß‘ mein Haus ab und baue eine frame panel yurt – also quasi ein rundes Holzhaus in Jurtenform.

Mein damals 11-jĂ€hriger Sohn, war der Erste, dem ich von meinem euphorischen Plan erzĂ€hlt habe. Das Ergebnis war, dass er in TrĂ€nen ausbrach, weil er sein Zimmer bereits als Schutt- und TrĂŒmmerhaufen vor seinem geistigen Auge gesehen hat.

Meine Frau war erstaunlich gelassen und hat vermutlich gedacht….. „ich lass‘ ihn erstmal ausspinnen“.

So war’s dann auch.

Als ich wieder Bodenhaftung bei meinen „Jurtenfantasien“ hatte, ist – wie so oft bei TrĂ€umen – erstmal nichts passiert!

Ich wohne im schönen, sĂŒdlichen Odenwald, dem „Überwald“ – dort wo andere Leute Urlaub machen. Da wir keine Pension haben – aber jede Menge Wanderer und Mountainbiker – haben meine Frau und ich schon lĂ€nger den Wunsch etwas Geld mit Übernachtungen dazu zu verdienen. Nach vielen Überlegungen, wie die Unterkunft aussehen soll – auch eine Hobbithöhle war schon angedacht, das deutsche Baurecht ist da leider etwas engstirnig – kam ich immer wieder auf eine Jurte als komfortable Unterkunft.

Nach unserem diesjĂ€hrigen Urlaub in Portugal – der meine Fantasien nach Freiheit und UnabhĂ€ngigkeit beflĂŒgelt hat – habe ich zunĂ€chst ein HĂ€ngemattengestell aus HaselnussĂ€sten gebaut, da die besten BĂ€ume zum Befestigen einer HĂ€ngematte hĂ€ufig dort wachsen, wo man nicht liegen will!

Die Nutzerfrequenz unserer HÀngematte, ist seitdem um ein Vielfaches gestiegen. Und die Kosten beschrÀnkten sich auf zwei Gewindestangen und ein paar Hutmuttern.

Und dann war es (besser gesagt – war ich) auf einmal so weit. Ich habe einfach angefangen zu bauen. Die HĂ€ngematte war sozusagen die InitialzĂŒndung fĂŒr die Jurte.

Im Internet hatte ich schon vor lĂ€ngerer Zeit zwei englische BauplĂ€ne fĂŒr Jurten gefunden. Entschieden habe ich mich fĂŒr die Anleitung von P.R. King „Built Your Own Yurt“.

Das nervige an englischsprachigen Bauanleitungen ist weniger das Englisch, sondern das blöde Umrechnen von Zoll und Fuss in Meter und Zentimeter. Na ja… fĂŒr was war man auf der höheren Bubenschule.

NatĂŒrlich kann man sich alles was man braucht kaufen und gleich zuschneiden lassen. Das kann man soweit treiben, das man sich auch gleich eine fertige Jurte kaufen kann.

Dies war jedoch nicht mein Ansatz und eine fertige mongolische Jurte kostet auch einige tausend Euro wie ich festgestellt habe. Da ich die Kosten so gering als möglich halten möchte, werde ich alles weitgehend selbst anfertigen.

Und wie bzw. was ich bis heute gemacht habe, erfahrt ihr im nÀchsten Beitrag.

Bis dahin,
LG Jurtenkurt